BISS Patenschaft
BISS Patenschaft
BISS (Bürger in sozialen Schwierigkeiten) ist nicht nur die älteste deutsche Straßenzeitung, sondern mit einer monatlich verkauften Auflage von 35.000 Exemplaren auch eine der erfolgreichsten. Seit 1993 leistet BISS Hilfe zur Selbsthilfe, denn das Blatt wird auf der Straße hauptsächlich von Menschen verkauft, die obdachlos sind oder es waren. Vom Verkaufspreis, 1,80 Euro, behält der Verkäufer 90 Cent. Zirka 100 Verkäufer bringen die Zeitschrift an die Leserinnen und Leser.
Ein wichtiges Ziel von BISS ist es, für die Verkäufer, die außerhalb des Projekts keine Arbeit finden, unbefristete sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zu schaffen. Derzeit sind 32 BISS-Verkäufer fest angestellt. Denn nur so können sie aus dem Teufelskreis der Arbeits- und Wohnungslosigkeit ausbrechen, sich gesundheitlich und finanziell sanieren und wieder gesellschaftlich integriert werden.
Mit dem BISS-Patenschaftsmodell werden Teile des Gehaltes, den angestellte BISS-Verkäufer durch den Zeitungsverkauf nicht selbst erwirtschaften können, durch Patenschaften ergänzt. Das sind durchschnittlich 5.000 Euro pro Verkäufer und Jahr.
Der Lionsclub München Metropolitan übernimmt seit Jahren eine solche Patenschaft bei BISS. Durch die Patenschaft hat unser Pate, ein Mann Mitte Fünfzig, nach langen und schwierigen Jahren eine Festanstellung beim BISS Magazin in München erhalten. Als wir Ende 2005 die Partnerschaft für seine Arbeitsstelle übernehmen schreibt die Geschäftsführerin von BISS, Hildegard Denninger: „Er hat eine Glückssträhne und die hat er auch mehr als verdient!“ Diese Ansicht teilen wir und wir würden uns freuen, auch künftig ein Partner und Wegbegleiter auf seinem neuen Glückspfad sein zu können.